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Natur Kultur und Wein 2019

Frei Wähler aktiv

Die diesjährige Wanderung "Natur, Kultur und Wein" war wieder ein voller Erfolg. Etwa 70 Wanderer, darunter auch einige junge Familien mit ihren Kindern, konnten vom Vorsitzenden Stephan Hakala und seinen Experten Hannelore und Franz Sieber und Dr. Dieter Wagner begrüßt werden.
Der Weg führte von Rotenberg über die Malscher Straße durch die alten Hohlwege zum "Galgenberg". Hier sind noch die Pflastersteine der ehemaligen Kreisstraße zu sehen. Dies war einst die einzige Verbindung zwischen Malsch und Rauenberg.

An der Abzweigung zum Galgenberg informierte Dr. Dieter Wagner über den Ursprung des Namens und dass in der damaligen Zeit üblicherweise die Galgen direkt neben frequentierten Straßen und Wegen aufgestellt wurden. Die am Galgen bestraften Übeltäter wurden nicht in geweihter Erde auf dem Friedhof bestattet, sondern in einem „Schelmenacker“. Der Schelmenacker diente normalerweise zur Entsorgung verendeter Tiere. In Rotenberg gab es keinen solchen, wohl aber an der besagten Abzweigung einen „Schelmenberg“.

Am Hochbehälter informierte Franz Sieber über die ursprüngliche Wasserversorgung Rotenbergs über ein Reservoir im Schlossgarten. Durch den Ausbau der Schlossstraße wurde auch der Schlossberg nun intensiver landwirtschaftlich genutzt, was zum Eintreten von Nitrat in das Grundwasser an dieser Stelle führte. Eine neue Wasserversorgung musste her und somit wurde auch Rotenberg ab den späten Siebzigern über den neuen Hochbehälter und den Zweckverband ZWL versorgt. Der ZWL versorgt heute über 20.000 Einwohner mit qualitativ bestem und einwandfreiem Trinkwasser. Dieses Trinkwasser wird vom Wasserwerk „Untere Lußhardt“ auf Gemarkung St. Leon über eine 9,5 Km lange Förderleitung zum Hochbehälter geliefert. Der Hochbehälter am Galgenberg fasst 1,4 Millionen Liter Trinkwasser.

Auf dem Galgenberg ging es vorbei an runden und ovalen Spechtlöchern in den alten Bäumen. Mit dem Merksatz „Ist das Loch rund – ist der Specht bunt (Buntspecht)“ machte Hannelore Sieber anschaulich, wer in diesen Höhlen wohnt. Die ovalen Löcher stammen folglich vom Schwarzspecht.

Am Parkplatz zum Trimm-Dich-Pfad gab es bei einer Rast neben der tollen Aussicht auf Letzenberg, Rheinebene, Schwarzwald und Pfälzer Wald, auch einen feinen Tropfen zu kosten. Dr. Dieter Wagner erklärte die Namensgebung des Letzenberg. Dieser leitete sich von Pletzenberg – Fleckenberg her.

Über die Grillhütte ging es weiter zum "Dreispitz", einem beliebten Aussichtplatz für Jung und Alt. Der Name des Gewanns leitet sich von seiner dreieckigen Fläche her. Hier kann man die Aussicht auf Rheineben und Pfälzerwald bewundern.

Beim gemütlichen Abschluss in der "Malschenberger Stubb", dem TSV-Sporthaus, konnte das Team um den Wirt, Herrn Wagner, mit viel Freundlichkeit und leckerem Essen den unerwartet hohen Ansturm an Gästen souverän meistern.
Rundum ein gelungener Tag. Stephan Hakala bedankte sich bei den Experten für Ihre Beiträge. Er lud die Teilnehmer bereits jetzt zur Wanderung im nächsten Jahr ein, verbunden mit der Hoffnung, wieder viele Teilnehmer begrüßen zu dürfen.

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